Das Anna-Festival

Rogaška SlatinaWohlgefühl, Entspannung und Gesundheit aus der Quelle

Park
 

KURZER RÜCKBLICK IN DIE GESCHICHTE

Die Ausgrabungen und die römische Straße, die vorbei an Lemberg und Rogatec aus Celeia nach Petovium führte, legen an den Tag, dass schon die Kelten und Römer das Gebiet von Rogaška Slatina kannten. In unmittelbarer Nähe der Tempel-Quelle wurden eine römische Bronzenadel mit sechs Nadelköpfen, in der Quelle des nahegelegenen Kostrivnica jedoch keltische Münzen gefunden.




Die Ausgrabungen und die römische Straße, die vorbei an Lemberg und Rogatec aus Celeia nach Petovium führte, legen an den Tag, dass schon die Kelten und Römer das Gebiet von Rogaška Slatina kannten. In unmittelbarer Nähe der Tempel-Quelle wurden eine römische Bronzenadel mit sechs Nadelköpfen, in der Quelle des nahegelegenen Kostrivnica jedoch keltische Münzen gefunden. 
Schon vor den schriftlichen Erwähnungen im Jahr 1572 waren die heilenden Wirkungen des Wassers zahlreichen Einheimischen, jedoch auch Pilgern bekannt, die die Nachricht über die wundersame Heilkraft des Wassers im ganzen Land der Steiermark und über die Grenzen hinaus verbreiteten. Heute hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass die Quelle vom kroatischen Ban Peter Zrinjski, einem der mächtigsten Feudalherren des damaligen Europas, entdeckt wurde, der im Jahr 1665 in der Gegend von Rogaška auf Jagd gewesen sein soll. Da dieser Leberprobleme hatte, empfahlen ihm die Bauern den Genuss des Wassers aus der Quelle inmitten des Waldes in der Nähe der Hl. Kreuz Pfarrkirche. Zrinjski wurde auf wundersame Weise gesund und sorgte gleichzeitig für den guten Ruf des sog. Mineralwassers von Sveti Križ.
Im Jahr 1803 erwarben die steirischen Landstände an der Spitze mit Landeshauptmann Graf Attems die Grundstücke um die Quellen herum von den damaligen Privatbesitzern, weshalb dieses Jahr als Gründungsjahr des Kurortes gilt, der zu dem Zeitpunkt den ersten Gutsdirektor und den ersten ständigen Arzt erhielt. In diesem Jahr konnten im Kurort 
zwangsläufig nur um die 20 bis 25 Gäste untergebracht werden. Langsam stieg auch der Verkauf des Mineralwassers an, das in allen österreichischen ländlichen Bereichen, in Ungarn, Kroatien, Italien, Griechenland und sogar Ägypten gekauft werden konnte. In der goldenen Zeit, die nachfolgte, reihten sich hier die Besuche der Angehörigen vieler Herrscherfamilien, unter welchen man die Familien Habsburg, Bonaparte, Bourbon, Obrenović und Karađorđević, die Anhänger des Hochadels, wie die Windischgrätzer und Liechtensteins sowie viele andere bedeutende Gäste, unter diesen Bischof Strossmayer und den großen englischen Weltenbummler Richard Burton hervorheben kann.
Das ausgewählte Kur-Publikum, das ein reiches gesellschaftliches Leben führte, wurde von Spitzenkünstlern unterhalten, unter welchen sich auch der ungarische Pianist Franz Liszt befand.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde unter der Führung des Geologen und Brunneninspektors aus Karlsbad, Dr. J. Knetta, das damals am stärksten mineralisierte Wasser entdeckt, das Donat benannt wurde. Aufgrund des hohen Magnesiumgehalts stellt dieses ein einzigartiges Mineralwasser dar, das kurativ und präventiv bei Stoffwechselkrankheiten und Diabetes hilft. 


Der außerordentliche urbanistische Aufbau des Kurkomplexes in Rogaška Slatina, der bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorgenommen wurde, stellt eine breite klassizistische Parkachse dar, die mit Palästen und einem Tempel ummauert ist. Im Park wurde dem Gründer des Kurorts, dem steirischen Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems, im Jahr 1828 ein Denkmal errichtet, das heute zu den reichsten figuralen klassizistischen Denkmälern in Slowenien gehört. Im Jahr 1952 wurde genau hier die erste Tiefenbohrung in Slowenien durchgeführt. Das Mineralwasser, heute genannt Donat Mg, hat Rogaška Slatina jedoch durchweg als größten und bekanntesten Kurort in Slowenien und weltweit erhalten.

Legende über das legendäre Wasser – über Pegasus

Die Legende über die Entstehung der Rogaška Quelle wurde im Kupferstich der deutschen Buchausgabe Roitschocrene aus dem Jahr 1687 zu Papier gebracht und dargestellt. Das Bildnis im Buch stellt dar, wie Gott Apollon Pegasus damit beauftragt, dieser möge an der Stelle in der Nähe von Rogatec und der Hl. Kreuz Kirche mit den Hufen aufschlagen und auf diese Weise die Roitschocrene, die Rogaška Quelle öffnen. Die Geschichte ähnelt der Legende aus der griechischen Mythologie, in welcher Pegasus mit dem Hufschlag die Quelle Hippocrene öffnete. In der Legende von Rogaška sagt Apollon jedoch: „Hier, wo du stehst, befindet sich die Quelle der Gesundheit und die wahre Kraft Gottes. Trinke anstatt der Hippocrene aus der Roitschocrene Rogaška Quelle, die vor dir ist.“
Pegasus ist auf diese Weise zum symbolischen Schöpfer des Rogaška Mineralwassers und zum Symbol der Gemeinde Rogaška Slatina geworden, da dieser auf dem Gemeindewappen abgebildet ist. In unmittelbarer Nähe des Kurzentrums wurde im Jahr 2008 jedoch der Pegasus-Platz errichtet.

        


Chronologie


1676 ältestes Haus, später „Stara direkcija“ (dt. Alte Direktion), erbaut von Burgherr Courty
1732 Aufstellung der Statue des hl. Nepomuk
1810 erstes Badehaus von Slatina, abgerissen 1903
1811 erste Abfüllanlage von Slatina, abgerissen 1852
1812 erstes Kurhaus, abgerissen 1856
1819 Pavillon Tempel (ehemalige Mineralwasser-Trinkhalle, außer Gebrauch 1908)
1828 Attems-Denkmal, an der heutigen Stelle unterhalb des Hotels Aleksander errichtet 1991
1838 entdeckte Waldquelle (Quelle unterhalb von Janina) (angeblich)
1843 Hotel Styria mit Hallenbad Styria I
1844 überdachte Promenade Wandelbahn, abgerissen 1981
1844 zweites Kurhaus, zerstört während dem Brand 1910
1848 Wienerhaus Strossmayerjev dom
1851 Slatinski dom (Villa Moller)
1855 Gebäude „Zagrebški dom“ mit Abfüllanlage, 1905 Hotel, Renovierung des Hotels 1988
1861 Eiskeller (oberhalb des Gebäudes „Tržaški dom“, heute Aussichtspunkt)
1862 neue Hl. Kreuz Kirche
1877 Springbrunnen vor dem Kurhaus
1904 sezessionistische Hydrotherapie, außer Funktion
neuromanische St. Annakapelle, Erneuerung 1926 Architekt Plečnik
1905 sezessionistisches Ljubljanski dom (Grazerheim)
1906 sezessionistisches Hotel Soča
1098 sezessionistisches Hotel Trst (Beli Križ)
1910/1912 drittes Kurhaus/Erweiterungsbau an das dritte Kurhaus
1914 Gebäude „Železničarski dom“ - Hotel Občinski dom (heute Sitz der Gemeinde Rogaška Slatina)
1917 Gebäude „Beograjski dom“ - Villa Golf
1925 Wetterhäuschen
1938 Hotel Slovenski dom
1954 Denkmal NOB im zentralen Park, Architekt Vinko Glanz
1964 neue 12-stöckige Therapie
1967 neue Mineralwasser-Trinkhalle!?
1972 neue Abfüllanlage
1974 Hotel Donat
Sport-Freizeitzentrum
1982 Hotel Sava
1983 Denkmal an Boris Kidrič vor der Therapie
1990 Rogaška Slatina wurde zur Stadt proklamiert
Erschließung der Skipiste auf Janina mit Seilbahn

Quelle: Vardjan, Franc: Rogaška Slatina Spaziergang durch die Zeit (dessen Gebäude und Parks), 2004.